Das Haus ist abbezahlt, die Rente knapp, und doch steckt das ganze Vermögen in den eigenen vier Wänden. Es gibt einen Weg, dieses Kapital zu nutzen, ohne ausziehen zu müssen. Aber nicht jedes Modell ist fair.
Leibrente, Nießbrauch, Teilverkauf, Umkehrhypothek: hinter jedem dieser Begriffe steht ein anderes Versprechen und ein anderes Kleingedrucktes. Doch welches Modell trägt Sie wirklich sicher durch die kommenden Jahre?
Wer seine Immobilie gegen eine Leibrente verkauft, unterschreibt einen Vertrag, der bis ans Lebensende trägt, oder eben nicht. Die Höhe der monatlichen Zahlung, der angesetzte Immobilienwert, die Bewertung des Wohnrechts: jede dieser Stellschrauben verschiebt am Ende Summen, die über Ihren gesamten Lebensabend entscheiden. Gerade in Lagen wie der Wiehre oder Herdern, wo Häuser über Jahrzehnte erhebliche Werte aufgebaut haben, wirkt ein zu niedrig angesetzter Kaufpreis besonders schmerzhaft. Und korrigieren lässt sich das später kaum noch.
Dazu kommt: Seriöse Leibrentenangebote sind selten, und hinter ähnlich klingenden Begriffen verbergen sich völlig verschiedene Verträge. Teilverkauf, Umkehrhypothek und Nießbrauchmodelle unterscheiden sich bei den laufenden Kosten, bei der Absicherung Ihrer Zahlungen und bei dem, was Ihren Erben bleibt. Wer das falsche Modell wählt oder die Eintragung im Grundbuch dem Anbieter überlässt, riskiert genau das, was die Verrentung eigentlich verhindern soll: finanzielle Enge im Alter und Streit in der Familie. Wie Sie die Modelle nüchtern vergleichen und faire Konditionen erkennen, lesen Sie im kostenlosen Ratgeber.
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Bei der Leibrente verkaufen Sie Ihre Immobilie, erhalten dafür aber statt eines Einmalbetrags eine regelmäßige, idealerweise lebenslange Rente, meist verbunden mit einem im Grundbuch gesicherten Wohn- oder Nießbrauchrecht. So bleiben Sie wohnen und machen den Wert des Hauses dennoch nutzbar.
Ja. Genau das ist der Kern der Immobilienverrentung: Ein lebenslanges Wohn- oder Nießbrauchrecht wird im Grundbuch eingetragen und gibt Ihnen die Sicherheit, in Ihrem Zuhause zu bleiben. Die genaue Ausgestaltung beeinflusst die Höhe der Rente.
Die Leibrente ist vor allem für ältere Eigentümer ab etwa 70 Jahren interessant, deren Vermögen überwiegend in der Immobilie steckt und die ihre laufende Liquidität verbessern möchten, ohne umzuziehen. Für jüngere Eigentümer ist sie meist weniger attraktiv.
Je nach Ziel kommen Nießbrauch-Modelle, der Teilverkauf, die Umkehrhypothek oder schlicht ein klassischer Verkauf mit anschließender Miete in Frage. Welches Modell am besten passt, hängt von Alter, Wert, Familie und Liquiditätsbedarf ab, der Leitfaden hilft beim Sortieren.
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